40 Bundesfreiwilligendienstleistende bei der Caritas erlebten einen interaktiven Tag. Foto: Elke Rager / Caritas
"Die beste Möglichkeit, seine Zukunft vorherzusehen, ist, sie selbst zu schaffen". Unter diesem Motto, das dem früheren Präsidenten der USA Abraham Lincoln zugeschrieben wird, aber vom US-Informatiker Alan Kay stammt, hat der diesjährige Freiwilligentag der Caritas vor kurzem im Priesterseminar Eichstätt stattgefunden. Insgesamt 40 Bundesfreiwilligendienstleistende (BFDler) erlebten einen ebenso abwechslungsreichen wie interaktiven Tag. Die Gruppe spiegelte die Vielfalt des Dienstes wider: Die Beteiligten unterschiedlichen Alters und aus mehreren Herkunftsländern brachten ganz verschiedene Lebensgeschichten und Perspektiven mit.
Das Programm startete mit einer Aufteilung der Freiwilligen in zwei Arbeitsgruppen, die im Wechsel zwei unterschiedliche Schwerpunkte durchliefen. Für die eine Hälfte der Teilnehmenden ging es in das BayernLab in Eichstätt. Dort tauchten die Freiwilligen in die digitale Welt von morgen ein und konnten moderne Technologien hautnah ausprobieren. Zeitgleich widmete sich die andere Gruppe im Priesterseminar einem intensiven Praxisaustausch rund um den Freiwilligendienst. Ein zentrales Element war dabei die kreative Erstellung eines "Hauses des BFD". Anhand dieses Modells setzten sich die Beteiligten mit ihrer eigenen Biografie und Motivation auseinander. Ergänzt wurde diese Reflexion durch das Ausfüllen individueller Steckbriefe. Diese können später als Vorstellung in den jeweiligen Einsatzstellen ausgehängt werden. Außerdem ermittelten die Freiwilligendienstleistenden durch eine Arbeit mit einem sogenannten Ressourcenrad eigene Stärken.
Das gemeinsame Mittagessen bot die ideale Gelegenheit, um neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Der Nachmittag stand im Zeichen des Übergangs und der Gemeinschaft. Caritaspräses Alfred Rottler hieß die neu gestarteten Freiwilligen in ihren neuen Lebensabschnitt willkommen. Gleichzeitig nutzte er den Rahmen, um diejenigen Freiwilligen dankend zu verabschieden, die ihren Dienst in den kommenden Monaten beenden werden.
Auch für die beiden Organisatorinnen der Caritas Sarah Strasser, Koordinatorin des BFD, und die pädagogische Mitarbeiterin Elke Rager hielt der Tag wertvolle Erkenntnisse bereit: Für sie "war es unglaublich spannend und bereichernd, aus erster Hand zu hören, wie es den Freiwilligen in ihren jeweiligen Einsatzstellen geht, welche Erfahrungen sie sammeln und wie sie sich persönlich weiterentwickeln", erklärte Elke Rager.